Venezuela - Vier Wochen quer durchs Land

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Sommer. Die Tage sind heiß, die Baggerseen im Sachsenland angenehm erfrischend.... und da ist die Aussicht auf ein paar freie Tage im August und September. Mit solchen Gedanken geht der Semesterferienjob mit doppelter Geschwindigkeit vorbei.
Also... wohin nur. Da ich das Jahr davor schon beste Erfahrungen mit Alleinreisen gemacht habe, sollte es nun nicht das Problem sein, auch mal eine ganze Reise aufs Geradewohl zu wagen.
Gesagt, getan, das geliehene South America- Handbook brachte mich auf Venezuela. Südamerika- genialer Gedanke.
Der Flug nach Caracas ist schnell gebucht. Es muss alles sehr schnell gehen, denn bis zur Abreise sind es nur noch 10 Tage.
Die Ankunft in der venezuelanischen Hauptstadt war erdrückend. 31 Grad Celsius und schwül ohne Ende. Auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft für die erste Nacht ernte ich nur wundersame Blicke im alten, klapprigen Bus. Die Leute müssen sich wohl fragen: "Wer in aller Welt kommt auf die Idee allein zu verreisen, und das auch noch ohne ein Wort spanisch zu sprechen." Mein Gedanke, das bißchen englisch, was ich spreche, hilft mir schon weiter, war sehr blauäugig.

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Busse, das einzig richtige Verkehrsmittel

An dieser Stelle sei angemerkt, der beste Reisebegleiter (in gedruckter Form) ist und bleibt das South America- Handbuch. Deshalb auch als erstes die Fahrt nach Macuto.
Am Küstenort, welches als Badestelle für die Hauptstädter gilt, gibt's das erste beste Hotel. Na ja, doch viel teurer als erwartet. Um so größer die Überraschung als ich merke, dass ich den Wechselkurs zur heimischen Währung mit dem Dollarkurs verwechselt habe. Zum Essen gibt's Kekse und Wasser. Die Ärzte in Deutschland sagten mir: " Vorsicht mit nicht abgekochten Wasser, rohen Obst usw. usf.". Aber als ich den erbärmlichen Anblick des "Abendbrotes" sah, hatte ich gleich zu Beginn der Tour all diese Vorsätze über Bord geworfen. Egal, für den ersten Abend tun es eben die Kekse.