
| Venezuela - Vier Wochen quer durchs Land |
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Wieder in Merida angekommen, bleibt endlich etwas Zeit, sich die wunderschöne Stadt anzuschauen. Gelegen auf einem Hochplateau wohnen hier ca. 1 Million Menschen. Bei schönem Wetter ist der Blick frei zum Pico Bolivar. Der Gipfel ist um die 5000 m hoch, und unter sportlichen und ausdauernden Touristen eine beliebte Tour. Allerdings sollte man für den Marsch von Fuße des Berges bis auf die Spitze und zurück 5 Tage einplanen. Genügend Nahrung und Getränke sowie die Ausrüstung zum Kraxeln im Eis darf man nicht vergessen. | |
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Merida eignet sich zu weiteren unvergesslichen Ausflügen. So ist schnell ein Jeep für die Fahrt nach Los Nevados gemietet. Zu viert fahren wir auf der unheimlichen Straße. Es ist die bisher schlimmste Fahrt in meinem Leben, Die Piste ist schlecht, einfach ein bißchen in den Berg gehauen. Am Rand sehen wir mit leichter Angst in regelmäßigen Abständen stehende Kreuze in Gedenken an die Leute, die es nicht geschafft haben. Aber "I survived the road to Los Nevados" - sonst könnte ich diese Zeilen auch nicht schreiben. Im Dorf angekommen, hält es, was der Reiseführer verspricht. Schweinen rennen mit halben Halsband um den Plaza Bolivar (einen solchen Platz gibt's in jeden Venezuelanischen Ortszentrum), und Licht gibt's auch keines. So geht es an diesem Abend nach einer Milch- Mehlsuppe früh ins Bett. | |
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Für heute steht der Aufstieg zur obersten Stadion der Seilbahn von Myriade auf dem Programm. Spätestens um sieben sollte der Marsch in Angriff genommen werden. Auf knapp 20 km sind 2000 m Höhenunterschied zu überwinden. Einzigartige Landschaften und Pflanzen und ein paar Tiere sind zu sehen. Man sollte die Tour in aller Ruhe genießen. Allerdings: Die letzte Seilbahn fährt schon 13 Uhr wieder bergab. Wie ich schon weiter vorn geschrieben habe: das oberste Teilstück der Bahn ist gesperrt. Vor einigen Jahren ist das Seil der Bahn gerissen. Es war damals das längste freitragende Schwebebahnteilstück der Welt. Allerdings wohl nicht gut genug gebaut! Am Abend wieder in der Unterkunft in Merida angekommen spende ich gern für die letzten drei Opfer, die auf der Fahrt nach Los Nevados umgekommen sind. | |
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